Über uns – Warum es die Elkine-Seniorenbetreuung gibt
Weil alte Menschen ihr Zuhause nicht verlieren sollten, nur weil sie Hilfe benötigen
Manchmal fragen mich Angehörige, wie ich überhaupt zur Seniorenbetreuung gekommen bin. Darauf gibt es eigentlich nicht die eine Antwort. Es waren viele ältere Menschen und Familien, die mir im Laufe der Jahre begegnet sind und die ich bis heute nicht vergessen habe.
Seit 1999 bin ich selbstständig tätig. Ein wichtiger Teil meines beruflichen Weges war die redaktionelle Arbeit im Kinder- und Seniorenbereich. Dabei durfte ich Menschen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten kennenlernen – Menschen, die gearbeitet, Familien aufgebaut, Verantwortung getragen, schwere Zeiten überstanden und für andere gesorgt hatten. Was mir von vielen dieser Menschen geblieben ist, sind ihre Geschichten, ihre Persönlichkeit und manchmal ein einziger Satz, den ich bis heute im Kopf habe.
Mit der Zeit wurde mir immer klarer: Hinter der Angst vor dem Altwerden steckt bei vielen Menschen vor allem die Angst, ihr bisheriges Leben zu verlieren.
Damals erlebte ich immer wieder, dass ältere Menschen ihr Zuhause verlassen mussten, sobald sie ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen konnten. Für Außenstehende war das vielleicht ein notwendiger Umzug. Für die Betroffenen konnte es bedeuten, vieles von dem zurückzulassen, was ihr bisheriges Leben ausgemacht hatte – den Garten, die Nachbarn, den gewohnten Blick aus dem Fenster und die eigenen Erinnerungen. Ich habe Menschen kennengelernt, die voller Tatkraft gewesen waren und in einer fremden Umgebung plötzlich ihren Lebensmut verloren.
Diese Begegnungen haben mich tief berührt und nie wieder losgelassen. Genau daraus ist die Elkine-Seniorenbetreuung entstanden. Denn für mich war immer klar: Ein Zuhause ist weit mehr als vier Wände. Ein Zuhause ist ein ganzes Leben.
Mit der Aufgabe gewachsen
Als die Elkine-Seniorenbetreuung begann, war unser Ziel zunächst vor allem eines: älteren und erkrankten Menschen einen schönen Lebensabend im eigenen Zuhause zu ermöglichen.
Mit den Jahren haben sich die Menschen, die Familien und auch die Bedingungen verändert. Wir haben unsere 24 Stunden Betreuung immer weiter an die tatsächlichen Bedürfnisse von Senioren, Angehörigen und Betreuungskräften angepasst, genauer hingesehen und viele unserer heutigen Standards aus ganz konkreten Erfahrungen heraus entwickelt.
Ein Erlebnis hat unsere Arbeit dabei besonders geprägt. Wir betreuten schon lange einen älteren Herrn, der wegen einer Grunderkrankung für einige Tage ins Krankenhaus musste. Nach zwei oder drei Tagen rief mich sein Sohn an und sagte: „Der Papa blickt gar nichts mehr. Er redet nur noch wirres Zeug und will ständig aus dem Bett steigen.“
Ich fuhr ins Krankenhaus und sah mir die Situation selbst an. Der Senior war so verwirrt, dass er mir kaum noch antworten konnte. Als ich mit dem anderen Patienten im Zimmer sprach, erfuhr ich, wie der Alltag dort ablief: Die Schwester brachte das Essen und Trinken und holte es kurze Zeit später mit den Worten wieder ab: „Herr ..., heute wieder keinen Hunger gehabt.“
Dabei war das Problem nicht, dass er keinen Hunger hatte. Er war so verwirrt, dass er nicht einmal mehr allein essen konnte. Im Zusammenhang mit dem Krankenhausaufenthalt entwickelte sich bei ihm eine ausgeprägte Verwirrtheit; später zeigte sich eine Demenz.
Dieses Erlebnis hat mich damals tief getroffen. Damals war der Personalmangel in den Kliniken noch nicht in dem Ausmaß spürbar wie heute, aber es wurde mir schmerzlich bewusst, wie schnell ein vertrauter Mensch in einer fremden Umgebung verloren geht. Ich habe mir damals geschworen: Kein Senior der Elkine-Seniorenbetreuung soll während eines Krankenhausaufenthaltes einfach allein gelassen werden.
Seitdem begleiten unsere Kräfte unsere bereits betreuten Senioren bei einem stationären Aufenthalt tagsüber auch im Krankenhaus. Sie helfen beim Essen und Trinken, geben Orientierung und sind als vertraute Person da.
Viele unserer heutigen Grundsätze sind genau so entstanden: nicht aus Theorie, sondern weil wir erlebt haben, was einem Menschen gefehlt hat. So ist Elkine mit seiner Aufgabe gewachsen.
Was 25 Jahre Praxis gelehrt haben
Aus diesen Anfangsjahren und den vielen Jahren danach ist auch die Art gewachsen, wie ich Elkine bis heute führe. Ich wollte immer genau wissen, wer in das Zuhause eines Seniors einzieht. Deshalb arbeiten wir von Anfang an bewusst nicht mit Vermittlungsdiensten oder Personaldienstleistern zusammen, sondern kennen die Menschen, die bei uns arbeiten, persönlich.
Mir war zudem von Beginn an wichtig, dass ein Senior und seine Betreuungskraft wirklich miteinander sprechen können. Erinnerungen, Humor und kleine Zwischentöne wie ein leises „Es geht schon“ lassen sich nicht ersetzen – deshalb arbeiten wir ausschließlich mit deutschen Muttersprachlern und fließend sehr gut deutschsprechenden Kräften.
In all den Jahren haben wir vor allem eines gelernt: Es gibt für gute Betreuung keine Schablone. Nicht jeder Senior wünscht sich stundenlange Gesellschaft; manche brauchen auch einfach ihre Ruhe. Und ein älterer Mensch muss nicht automatisch dankbar sein, wenn plötzlich jemand im Haushalt lebt. Eine Betreuungskraft zieht in den Haushalt ein – nicht in die Privatsphäre. Deshalb helfen wir dort, wo Hilfe notwendig ist, und halten uns dort zurück, wo ein Mensch noch selbst entscheiden und handeln kann.
Was Angehörige und Betreuungskräfte brauchen
Nicht nur die Senioren selbst tragen schwer an den Veränderungen des Alters. In den Gesprächen der letzten Jahre ist mir noch etwas anderes sehr deutlich geworden: Wie erschöpft viele Angehörige sind. Sie kümmern sich über Monate oder Jahre, stellen die eigenen Bedürfnisse zurück und funktionieren einfach weiter.
Genau deshalb nehme ich mir Zeit für Gespräche. Seit vielen Jahren geben wir unsere Erfahrungen und unser Wissen weiter – in unseren Elkine-News und aktuell auch in einem Buch, das ich für pflegende Angehörige schreibe, um Mut zu machen und schwierige Situationen besser einzuordnen.
Genauso wichtig sind mir die Menschen, die diese Arbeit täglich leisten. Wer über viele Tage mit einem älteren Menschen unter einem Dach lebt, braucht Geduld, Aufmerksamkeit und ein feines Gespür. Deshalb gehören für mich ein fairer Umgang, ausreichender Schlaf und eigene Freiräume selbstverständlich dazu.
Momente, die bleiben
Wenn man Menschen über Jahre begleitet, bleiben manche Momente für immer.
Eine Seniorin konnte sich mit unserer Unterstützung noch einmal den Wunsch einer Donaufahrt bis zum Schwarzen Meer erfüllen. Andere verbrachten Zeit am Gardasee oder besuchten noch einmal Orte aus ihrer Vergangenheit.
Während der Corona-Zeit konnten wir erleben, wie ältere Menschen, die zuvor viel Lebensmut verloren hatten, zuhause wieder aufblühten. Noch heute höre ich den Satz einer Betreuungskraft: „Frau ... hat wieder rosige Bäckchen bekommen.“
Und einen Satz eines Seniors kurz vor seinem Tod werde ich niemals vergessen: „Das war die schönste Zeit meines Lebens.“
Dieser Satz hat mich sehr glücklich gemacht und gleichzeitig nachdenklich. Ich hätte ihm gewünscht, dass er dieses Gefühl schon viel früher in seinem Leben gehabt hätte.
Es reicht mir bis heute nicht, dass an einem älteren Menschen einfach nur versorgt ist. Mir ist wichtig, dass er sich wohlfühlt, ernst genommen wird und trotz aller notwendigen Hilfe sein eigenes Leben behalten kann.
Herzlichst
Elke Hanak
Elkine-Seniorenbetreuung
Telefon: 07221 7792240
Täglich von 9 Uhr bis 21 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen